VRM Gästeticket im Hotel in Kaub am Rhein

DER HISTORISCHE TURM

ANNO DOMINI 1248 - 1300

Historisches


Der im 13. Jahrhundert erbaute Wachturm sicherte im Mittelalter den Weg nach Mainz. Zwischen 1485 und 1490 erhielt er ein Fachwerkobergeschoss mit Ecktürmchen und einem hohen Spitzhelm. 1757 wurde dieser Fachwerkaufbau abgetragen und durch ein Pyramidendach ersetzt. Um 1850 erhielt der Turm ein zinnenbewehrtes Flachdach mit polygonalen Ecktürmchen. Zinnen und Ecktürmchen wurden 1958 entfernt und im Zuge einer Generalsanierung 1990/91 wiederhergestellt. Seit 1804 befindet sich der Turm in Privatbesitz.


Der historische Mainzer Torturm ist eng mit der Geschichte des Hotels „Zum Turm“ verbunden. Nach einem Brand wurde die rechte Hälfte des Hauses in der Zollstraße 48, Ecke Schloßweg, vom Steuermann Johann David Erlenbach neu errichtet, die linke vom Amtsapotheker Bertram Simon. 1849 verstarb Bertram Simon, Eigentümer der linken Haushälfte in der Zollstraße 50 mit dem Mainzer Torturm. Am 23. September 1849 verkauften seine Erben den vierstöckigen Neubau samt dem zum Wohnhaus ausgebauten Mainzer Torturm mit Altan (Terrasse) für 10.580 Gulden an den Nachbarn Johann David Erlenbach, Lotse, und seine Ehefrau Elisabeth geb. Heller. Damit gilt das Ehepaar Erlenbach als Gründer des Hotels „Zum Turm“.


Von 1849 bis 1861 war Johann David Erlenbach Eigentümer und Wirt des Hotels. Anschließend führte seine Witwe Elisabeth das Haus von 1861 bis 1881. Von 1881 bis 1896 übernahm ihr Sohn, der Steuermann August Erlenbach, die Leitung. Er verunglückte 1896 bei Assmannshausen tödlich durch eine Kesselexplosion des von ihm gesteuerten Schiffes. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1901 war seine Witwe Karoline Wilhelmine Friederika Erlenbach geb. Erlenbach Wirtin im Hotel.


Von 1901 bis 1954 gehörte das Hotel „Zum Turm“ dem Lotsen David Erlenbach. 1954 übernahm dessen Sohn Paul Erlenbach das Haus. Nach seinem Tod 1976 führte seine Frau Hede das Hotel weiter. Im Rahmen der Erbauseinandersetzung wurde 1976 der Mainzer Torturm an das Ehepaar Joseph und Maria Henrich aus Herten (Westf.) verkauft. 1982 veräußerte Hede Erlenbach das Hotel an das Gastronomenehepaar Albert Müller aus Mainz-Kastell.


1986 erwarb die Kauber Volksbank den historischen Mainzer Torturm und ließ ihn in einem rund dreijährigen Zeitraum aufwendig sanieren. 1993 kauften Karin und Harald Kutsche das Hotel „Zum Turm“ – zu diesem Zeitpunkt ohne den Turm – von Familie Müller. 2008 pachtete Familie Kutsche den Mainzer Torturm von der Volksbank Rhein-Lahn und richtete ihn nach einem kurzen Umbau für Hotelgäste ein. 2013 ging der historische Mainzer Torturm in das Eigentum der Familie Kutsche über und steht seither den Gästen des Hotels zur Verfügung.


Heute


Der historische „Mainzer Torturm“ bietet heute auf drei Etagen eine großzügige Wohnfläche von rund 60 Quadratmetern und wurde 2008 von uns umfassend renoviert und modern eingerichtet. Zwei sehr schöne Turmzimmer mit bequemen Boxspringbetten befinden sich auf der ersten und zweiten Etage. In der zweiten Etage verfügt das Komfort-Doppelzimmer in einer Nische über eine elegante Rainshower-Dusche. Der Turm ist mit Satelliten-TV, Telefon, Minibar, iMac-Computer und einem beeindruckenden Rundumblick auf den Rhein ausgestattet. Unabhängig von der Personenzahl wird der Turm immer als komplette Einheit vermietet, da die sanitären Einrichtungen nur einmal vorhanden sind.


Auf der obersten Ebene lädt eine gemütlich eingerichtete Lounge mit Multimediaausstattung, kleiner Vinothek, Espressobar und einer Schlafcouch (160 x 200 cm) zum Verweilen ein. Die Schlafcouch kann bei Bedarf als zusätzliche Aufbettung genutzt werden.

Weiter